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Der Ausschluss von Roma Kindern von der Grundschulbildung in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Slowenien

© Privat
In vielen Staaten Europas sehen sich Roma Kinder mit Hindernissen konfrontiert was ihren Zugang zu Bildung betrifft. In Bosnien und Herzegowina zum Beispiel brechen Roma Kinder dreimal so häufig wie andere Kinder die Schule vorzeitig ab. In einigen Teilen von Kroatien beenden 90-100% der Roma Kinder nicht einmal die achtjährige Grundschule, die laut Gesetz für jedes Kind in Kroatien Pflicht ist.
Das Versagen der Regierungen das Recht auf Bildung sicher zu stellen, vereitelt vielen Kindern die Aussicht auf einen Arbeitsplatz und hält den Kreislauf von Benachteiligung und Marginalisierung der Roma Gemeinden aufrecht. Roma Gemeinden gehören nach wie vor zu den ärmsten in Europa. Segregation und Diskriminierung zwingen viele Roma am Rand der Gesellschaft zu leben.
Viel zu häufig besuchen Roma Kinder nicht, oder nur sehr unregelmäßig, die Schule. Aufgrund hoher Abbruchraten beenden viele nicht einmal die Grundschule. Einige werden in separaten "Roma-Klassen" unterrichtet, wo ihnen lediglich ein reduzierter Lehrplan angeboten wird. Rassistische Einstellungen und Vorurteile sind weit verbreitet, selbst unter Lehrern, die mit Roma Kindern arbeiten.
Extreme Armut verweigert den meisten Roma Kindern den vollen Genuss der Bildung. Kostenlose Mahlzeiten, Bücher und Transport werden nur selten angeboten. Häufig stellt schon die Entfernung der Schule von der Roma Siedlung, oder das Fehlen warmer Kleidung im Winter ein unüberwindbares Hindernis dar.
Das Beseitigen dieser Hindernisse liegt in der Verantwortung der Regierungen. Die Behörden in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Slowenien haben es versäumt, das Recht auf Bildung zu respektieren und zu sichern. In einigen Fällen geschah dies indem der Rassismus gegen und die Diskriminierung von Roma innerhalb und außerhalb der Schule ignoriert wurde. Das Recht auf Bildung der Roma Kinder haben die Staaten auch dadurch verletzt, dass sie die Einbeziehung der Roma Kinder in das jeweilige Bildungssystem nicht aktiv gefördert haben.
Werden Sie aktiv:
- Appellbrief an den kroatischen Minister für Wissenschaft, Bildung und Sport
- Appellbrief an den slowenischen Minister für Bildung und Sport
- Appellbriefe an die Bildungsminister, den Minister für Arbeit und Soziales und den Minister für Gesundheit und Sozialfürsorge in Bosnien und Herzegowina
Bei den Appellbriefen müssen Sie einfach den Absender ausfüllen, den Brief ausdrucken, unterschreiben und absenden! Porto jeweils 0,70€ Nicht vergessen auch die Kopien an die Minister zu senden!
Weitere Informationen:
- Flyer: Roma-Kinder in Osteuropa - Bildung statt Ausgrenzung? (pdf-Datei, 2 Seiten)
- Flyer der Koordinationsgruppe zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten: Recht auf Bildung. Wo steht es, wozu verpflichtet es die Staaten, was sind Verletzungen des Rechts auf Bildung? (pdf-Datei, 2 Seiten)
- Englischer Bericht "False starts: The exclusion of Romani children from primary education in Bosnia and Herzegovina, Croatia and Slovenia" bei www.amnesty.org
Informationen zu den einzelnen Ländern:
- Kapitel aus dem ai - Jahresbericht 2007 zu Slowenien
- Kapitel aus dem ai - Jahresbericht 2007 zu Kroatien
- Kapitel aus dem ai - Jahresbericht 2007 zu Bosnien
Weiterführende Links:
- Menschenrechtsverletzungen an Kindern und Jugendlichen
- Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte

